Auf PI-NEWS ist am 31. Mai ein Artikel veröffentlicht worden, der die politische Rolle von Dr. Angela Merkel in einem ungewohnt anderen Licht zur Darstellung bringt. Ungewohnt ist daran aber nur, dass es eben von einem Presseerzeugnis wie PI-News veröffentlicht wird.

Das was Autor Leo hier grobschlächtig umreißt, hat mittlerweile auch seinen Weg als Zweitauswertung zu Journalistenwatch gefunden.

Weniger ungewohnt sondern eigentlich mehr erschreckend, dass man ERST JETZT die intellektuelle Tiefe aufbringen kann, die wahre Bedeutung von Dr. Angela Merkel zumindest mal gedanklich an sich heranzulassen und sie dann auch noch einer breiteren Leserschaft vorstellt.

 

Wie die zahlreichen Kommentare offenbaren, tut sich der angeschriebene Rezipient mit dieser neuerlichen Lesart noch sichtlich schwer. Das ist aber nur allzu logisch. Man verliert zwar ungern gegen einen Feind. Aber noch schwerer wiegt es, ein Feindbild zu verlieren. Oder um mit den Worten von Volker Pispers zu sprechen:

"Ist der Feind bekannt, dann hat der Tag Struktur"

 

Wo einst die gewerkschaftlich organisierte Wohlfühlcouch aus der Komfortzone gestossen wurde und die entrüsteten Traumwandler in den vorbereiteten Trichter einer sogenannten Alternative strömten, wird die Denkrichtung erneut gedreht. Für wahr, es ist nur ein Artikel. Aber jede lange Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt nach vorn.

Gemäß den Ausführungen von Autor Leo, kommt man an folgender Fragestellung nicht vorbei:  Hat man etwa jahrelang den falschen Postboten angekläfft?

Die Frage beantwortet sich von selbst. Wer auf der einen Seite Dr. Angela Merkel als Dirne der Fremdmächte betitelt, aber gleichzeitig eine schweizer Scheren-Schwester aus der Kaderschmiede von Goldman Sachs als eine in allen Wassern der Aufrichtigkeit gebadete Ikone für zukünftiges deutsches Heil ansieht, wird dem Lauf der Dinge ewig nur hinterher rennen. Er wird sie keinesfalls verändern oder gar aufhalten.

 

Und alles andere, sollte dem hiesigen Leser und Hörer wohlbekannte Lektüre sein...

 


 

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