Natürlich hat die US-Notenbank heute den nächsten Zinsschritt getan. Was haben sie denn gedacht? Anders als der Trümmerhaufen EU, weiß man halt wie Geld und Wirtschaft richtig geht. Kein Wunder, unter Trump haben auch endlich wieder die Köpfe das Sagen, die die richtigen ökonomischen Handbücher nicht nur kennen sondern auch verstehen.

Und nein, das marxsche Kapital, die Mao-Bibel oder Milton Friedmans surrealer Monetarismus, mit dem sich Trumps Vorgänger die Wände tapeziert haben, sind keine ökonomischen Handbücher, schon gar keine die funktionieren.

Deswegen sehen sie live ein Staatsgebilde, welches trotz Zinsanhebungssprint gleichzeitig von Arbeitslosenquoten-Senkungsrekord zu Arbeitslosenquoten-Senkungsrekord rennt. Und auf der anderen Seite haben sie die EU. Welche eigentlich nur noch eine Art konkursreifer Drogeriemarkt ist: Staubsauger, Glühbirnen und Wattestäbchen. Und worauf man nicht aufpasst, das klaut der Schwatte...

Soweit so gut, aber:

Das eigentlich essentielle und wirklich historisch Wegweisende, was die US-Notenbank heute gestartet hat,
ist nicht die Zinsanhebung auf geschmeidige 2%.

 

Mitbekommen hat es kaum jemand, verstanden schon gleich gar nicht. Dabei ist es der ursächliche Grund, warum trotz Zinsanhebung im US-Raum, der Euro wieder nach oben geht.

Da hilft es auch nichts, wenn ihnen Spiegel oder der andere Schreibe-Hort von Stefan Aust wieder eintrichtern wollen, wie schlimm und falsch doch alles unter Donald Trump läuft. Da hilft es auch nichts, die am Boden liegende böhmische Deflationskuh zum XL-ten male zu Tode zu melken. Die Dampfwalze der Realität hat sie heute allesamt überrollt, ohne das sie es gemerkt haben.

Man sollte eine keynesianische Welt eben nicht durch die Hornbrille des Friedman betrachten, dann sieht man vielleicht auch was läuft.

 

In den Vorberichten zur heutigen Notenbanksitzung hat es sich schon abgezeichnet, im heutigen Podcast wird es um die Excess-Reserve gehen. Wie schön, dass sich Jerome Powell fein an Programm und Fahrplan gehalten hat, sonst hätte das Stück heute glatt ausfallen müssen.

Genug der Vorworte, kommen wir zu dem, was wirklich wichtig ist: Dem geldpolitischen Meilenstein auf dem Weg zurück zur Normalität.

Und keine Angst, sie brauchen kein Wirtschaftsstudium, um das zu verstehen, in spätestens 20 Minuten, wissen sie, was hier Sache ist. 

 

 

 

 

Inhalt:

  • Zinsen wie erwartet
  • Logisch eins: Dollars rauf, Euros runter
  • Logisch zwei: Euros rauf, Dollars runter
  • Wo ist die Volatilität?
  • In Excess - die Geschichte über eine Reserve
  • 2 Billionen US-Dollar gefunden
  • Risikobewertung; kann das noch jemand?
  • Ein paar Worte zu Silber
  • Bedeutung der heutigen Entscheidung
  • Der monetaristische Irrtum in einer keynesianischen Ordnung
  • Nochmals Geldmenge versus Umlauf

 

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Begleitmaterial und Quellen - für Mitglieder abrufbar:

 


 

EZB - Von Excess hinüber zu Exit
Federal Reserve | Tag des Geldes nicht des Goldes