Ja natürlich, gehandelt wird der 31. Oktober 2019 und nicht der 21.10., das ist auch technisch richtig. Aber neben dieser gibt es auch eine real faktische Seite, die von enormen Interesse sein sollte.

 

Die Sache mit dem gelebten Austrittsdatum ist nicht der einzige Umstand, der im BREXIT-Prozess "achso überraschende" Wendungen erfährt. Festzuhalten bleibt folgendes:

  1. Da gibt es einen Boris Johnson, der ja angeblich von gar nichts eine Ahnung hat, einen Fehler nach dem anderen macht. Quasi der Trottel des Politikbetriebes. Und ausgerechnet er bekommt es hin, die achso steinharte EU zu erweichen, den Verschiebebahnhof um das Austrittsdatum zu beerdigen, einen "Hardliner-Deal" nach Hause zu bringen und damit den Vorgaben des eigenen Parlamentes zu entsprechen und deren undemokratisches und hinterfotziges Ansinnen ad absurdum zu führen.
  2. Die EU, welche trotz "größtem Respekt" vor dem britischen Referendum versucht, einen Deal aufzuzwingen, der einen "NO-BREXIT" zementieren würde, dass selbst der marxistische Corbyn am liebsten LEAVE voten täte, knickt komplett ein. Obwohl man 3 Jahre lang steif und fest behauptet hat, beim BREXIT ohne DEAL steht der andere im Mustopf.

 

Jede Pokerrunde hat einmal ein Ende und genau dann trennt sich die Spreu vom Weizen, die Masken fallen und die Feigenblätter falten sich nach oben. Und im Falle der EU wird sichtbar, was eh schon jeder weiß. Arrogante Überheblichkeit, Wort- und Gesetzesbruch, diktatorische Grundausrichtung und Null Muskel sind die einzigen Tugenden, mit denen dieser Laden imponieren kann. Also das, was die Grünen Zukunft nennen.

 

Es gibt sie hin und wieder die Momente, in denen man kurz und knapp auch über gute Entwicklungen berichten kann. Besonders erfreulich, wenn das, was heute passierte, exakt den zahlreich vermittelten Erklärlinien rund um den BREXIT-Prozess folgt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Presse-Meute doch tatsächlich heute immer noch versucht, dass Geschehene als Sieg für die EU zu deuten und Boris Johnson sogar Wortbruch und fiese Tricks unterstellt. Wohlgemerkt ohne Verweis auf Junckers harte Linie, die dann doch nur so stabil und stramm wie ein Schnürsenkel gewesen ist.

Aber auch diese Aussage werden sie im Blog finden. Die Presse ist immer die letzte Instanz, welche ihre Fahne in den neuen Wind hängt. Was für ein abgeschmacktes Pack an Heuchlern ...

 

 

 

 

Ein paar Fakten zur neuen Nord-Irland-Regelung.
(Keine Gewähr für Richtigkeit)

 


Oliver Letwin, BREXIT und eine naiv-dämliche Presse
Aus Chaos wird Ordnung | Podcast 24-2019