Zentralbank ist die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln

Edelmetall – der Befreiungsschlag

Wahre Geduld beginnt erst dann, wenn es einem egal geworden ist.

 

Endlich ist es geschafft, der Befreiungsschlag beim Edelmetall.

Und nein, hier ist nicht vom Befreiungsschlag nach oben hinaus die Rede. Denn die Zeit für die Einläutung einer fulminanten Gold- oder Silber-Hausse stand eben noch nicht fest und ist auch knapp noch nicht gekommen. 

Wahrscheinlich ist dies hier die atypischste Begleitung des Edelmetallmarktes, die sie in deutscher Sprache werden finden können. Ein bis aufs Mark durchdrungener Edelmetall-Bug, der statt den Bullen seit Monaten ein und den selben Bären predigt, obwohl ihm das persönlich natürlich auch nicht schmeckt.

Bei Edelmetall geht es aber nicht um Geschmack, sondern um handfestes. Dieser Markt kennt eben keine Lobby und hat keine Lobby. Dafür aber ständig wechselnde Feinde, auch aus den eigenen Reihen. Paradoxer Weise wird ab einem bestimmten Zeitpunkt so ziemlich jeder das Edelmetall - vorzugweise Gold und Silber seinen Freund schimpfen wollen.

Wenn sie demnach aus dem härtesten Markt der Welt Gewinn ziehen wollen, dann ist wahre Geduld ihr wichtigstes Einsatzkapital.

 

Vergessen sie vermeintliche Spezial-Indikatoren, die angeblich so gut darin sind, bedeutungslose Anstiege zu erahnen. Gerade wenn die verwendeten Gerätschaften noch Wochen zuvor dafür gereichten, vom exakten Gegenteil zu verkünden.  Silber ganz valide bei 3$ zu deuten und sich über die eigene Silber-Haltende Kundschaft auch noch Ausschütten vor Lachen, ist eben nicht professionell. Und alles andere als gewinnbringend.

Am Ende ist es ganz einfach. Auf die Frage nach dem "Passt es jetzt", muss ein schlichtes und sicheres JA erfolgen.

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EZB – Von Excess hinüber zu Exit

"Die Zeit der unkontrollierten Exzesse ist vorbei..."

Dieser Satz von Obama, gesprochen am 07. September 2009, vor versammelter US-Bankenlandschaft, um ihnen im Zuge der Finanzkrise die Leviten zu lesen und eine ganz neue Ära des Bankgeschäfts einzuleuten, sollte noch bekannt sein.

Wie bezeichnend ist es doch, dass der nubische Prinz der US-Demokraten damals schon ganz genau wußte, was folgen wird. Statt das Banken ihr Geld und ihr Glück an der Wallstreet und dem Finanzmarkt versuchen, hatten sie danach die Möglichkeit, komplett risikolos Geld einzusacken. Steuergeld rückgabefrei hergeschenkt einzig durch politischen Willen. Wie bezeichnend, dass dieses politische Geschenk den Namen Exzess-Reserve trägt und dank US-Demokratischer Gesetzgebung nur bei der FED abgeholt werden brauchte. Und erst unter Trump und Powell erfolgt der Entzug dessen - siehe US Notenbanksitzung vom Mittwoch.

Auch wenn dieser Artikel sich der gestrigen EZB-Sitzung widmet, beginnt er mit einem Tatbestand der Federal Reserve betreffend. Die Diskussion um die Frage, wer denn der größere Sozialist unter den "freien" Staatsgebilden ist, wird ja gern mit der Europäischen Union beantwortet. Im Vergleich zur heutigen USA unter Trump mag das gelten. Die USA unter Obama war nicht weniger geschickt darin, das Primat des Marktes zu verzerren, auszuschalten, auszuhebeln und eine Kaste von wenigen zu begünstigen. Halt so wie die EU auch, immer auf Kosten der Allgemeinheit.

Doch nun zu Draghi und seiner gestrigen Vorstellung.

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Federal Reserve – Endlich wieder normal | Podcast 10-2018

Natürlich hat die US-Notenbank heute den nächsten Zinsschritt getan. Was haben sie denn gedacht? Anders als der Trümmerhaufen EU, weiß man halt wie Geld und Wirtschaft richtig geht. Kein Wunder, unter Trump haben auch endlich wieder die Köpfe das Sagen, die die richtigen ökonomischen Handbücher nicht nur kennen sondern auch verstehen.

Und nein, das marxsche Kapital, die Mao-Bibel oder Milton Friedmans surrealer Monetarismus, mit dem sich Trumps Vorgänger die Wände tapeziert haben, sind keine ökonomischen Handbücher, schon gar keine die funktionieren.

Deswegen sehen sie live ein Staatsgebilde, welches trotz Zinsanhebungssprint gleichzeitig von Arbeitslosenquoten-Senkungsrekord zu Arbeitslosenquoten-Senkungsrekord rennt. Und auf der anderen Seite haben sie die EU. Welche eigentlich nur noch eine Art konkursreifer Drogeriemarkt ist: Staubsauger, Glühbirnen und Wattestäbchen. Und worauf man nicht aufpasst, das klaut der Schwatte...

Soweit so gut, aber:

Das eigentlich essentielle und wirklich historisch Wegweisende, was die US-Notenbank heute gestartet hat,
ist nicht die Zinsanhebung auf geschmeidige 2%.

 

Mitbekommen hat es kaum jemand, verstanden schon gleich gar nicht. Dabei ist es der ursächliche Grund, warum trotz Zinsanhebung im US-Raum, der Euro wieder nach oben geht.

Da hilft es auch nichts, wenn ihnen Spiegel oder der andere Schreibe-Hort von Stefan Aust wieder eintrichtern wollen, wie schlimm und falsch doch alles unter Donald Trump läuft. Da hilft es auch nichts, die am Boden liegende böhmische Deflationskuh zum XL-ten male zu Tode zu melken. Die Dampfwalze der Realität hat sie heute allesamt überrollt, ohne das sie es gemerkt haben.

Man sollte eine keynesianische Welt eben nicht durch die Hornbrille des Friedman betrachten, dann sieht man vielleicht auch was läuft.

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Heuchler und Wendehälse | Podcast 09-2018

Der mediale Switch treibt seine stinkende Blüte.

Sollten sie auch das dumpfe Gefühl haben, seitdem die Leichen des BAMF aus den Verschweigekellern heraus an das Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden und seitdem Bayern so einen unüblichen Alleingang in Sachen Flüchtlinge und Asyl vollzieht, ändert sich auch etwas in der medialen Ton- und Lesart innerhalb der Presstituierten-Branche, wenn es um das Thema Flüchtlinge geht?

Dann sei ihnen gesagt: Sie liegen vollkommen richtig.

Dennoch gibt es zum Köpfen von Champagner keinen Grund. Denn es ist für wahr ein ziemlich ekelhaftes Treiben, wenn jetzt aufgrund der neuartigen Deutungsleitlinien die Wendehälse und Heuchler unter ihren Steinen hervorgekrochen kommen.

Gleich der ehrlosen Ratte, versuchen sie im Gewand des "Ich habe es ja schon immer gesagt", den Absprung vom sinkenden Kahn des willkommenen Facharbeiter-Kutters zu schaffen. Ein besonders hässliches Exemplar unter den vielen dieser Tage, der deutsche Vorzeige-Journalist und Medienmogul Stefan Aust.

Der intellektuelle Tiefflieger war am 5. Juni 2018 zu Gast bei Markus Lanz. Um sich bei der inhaltslosen Moderations-Hülle des ZDF generös zu profilieren.

Die Taktik des Stefan Aust ist schon echt geschickt. Der Ekel und die gespaltene Zunge werden gekonnt verborgen, man muss da also genauer hinschauen, um die wahre Natur und die Bauernfängerei zu entlarven.

Einfacher macht es einem dagegen der Markus Lanz. Der offen und frei zu gibt, die letzten 3 Jahre beim Thema Flüchtlinge und Migration ja nur gelogen zu haben.

 

Und ausgerechnet ihr wollt also die Debatte um Flüchtlinge jetzt ein stückweit ehrlicher führen? Bitte sehr, dann führen wir sie ehrlich, aber garantiert nicht nur ein Stück weit.

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Chartupdate | 06.06.2018

Ein Weckruf ist heute nicht nötig. Obwohl die Definition von Wach landläufig wohl auch eine andere sein dürfte. Gold notiert aktuell bei 1296, Silber bei 16,67. Der EURUSD bei 1.1772, USDJPY bei 110.18. und EURJPY bei 129.72.

Letzterer Kandidat ist besonders auffällig, da doch die achso schreckliche Regierung in Italien mittlerweile schon ihre Antrittserklärung gereicht hat und letzte Woche man doch noch meinte, ganz genau zu wissen, dass eben wegen dieser Regierung der Euro und die italienischen Bonds abstürzten...

Hat sich etwas zum letzten Chart-Update geändert? Schauen wir mal.

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