Zentralbank ist die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln

Federal Reserve – Testballon gestartet

Wie im Podcast Nr. 18-2019 erläutert, beschäftigen die Federal Reserve derzeit weniger Planspiele rund um ein QE oder neue Zinssenkungszyklen, als vielmehr die Etablierung einer neuen Repurchase Operation (Repo). Und passend zur heute anstehenden Sitzung des Boards gab es gestern den ersten Repo-Testballon der Fed-Filiale in New York.

Derweil wiederholt sich unten bei den Ölprinzen eine eigenartige Geschichte. Und so wie im Juni, gibt es auch dieses Mal nur wilde Spekulationen und das Ausbleiben der richtigen Fragen und Rückschlüsse.

 

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Der Dualismus der EZB | Podcast 22-2019

Nur die EZB bringt es fertig, gleichzeitig ihr Wort zu brechen und ihr Wort zu halten. Den Tisch im Sinne einer Lagarde zu bereiten, nur um ihr dabei den Handlungsspielraum und die Möglichkeiten zu nehmen. Oder als Superinstitution einer politischen und ökonomischen Utopie den generischen Gegenpol zu pampern (Powell/ Trump), während man bis dato den politisch-geistigen Verbündeten (Yellen/ Obama) nach Strich und Faden drangsalierte.

 

Richtig praktisch und greifbar wird dieser Dualismus beim aktuellen Entscheid bzgl. des Einlagenzinssatzes (Deposit Rate). Man verkündet eine weitere Absenkung auf -0,5% und führt in Wahrheit eine Anhebung auf ca. -0,25% durch.

 

Die EZB kann es eben. Auch das eine Form ihres innenwohnenden Dualismus. Der Laden gehört zwar grundsätzlich abgerissen, ist dabei aber das innovativste und gekonnteste Produkt, welches auf Zentralbankebene weltweit zu finden ist. Kein Wunder also, warum ausgerechnet so etwas wie der Euro, heute noch aus der Wand sprudelt.

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Der Meister ist zurück | Podcast 21-2019

Qualität wird die neue Quantität.
[Podcast für registrierte Nutzer frei abrufbar]

Ob die Rückkehr zum Erfolgsmodell des deutschen Meisterbriefes in der heute verkündeten Form schon der goldene Boden ist, auf dem es einst stand, ist nicht Gegenstand der Betrachtung. Wichtiger ist die eigenschlagene Richtung, in die die Aktion zeigt. Natürlich im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der bisherigen globalen Wirtschaftsordnung.

Wo bisher fälscherlicher Weise galt, Billig und Masse ist das Maß aller Dinge, genau da wird in den kommenden Monaten und Jahren ein notfalls schmerzhaftes Umdenken andernfalls Aussondern einsetzen. Der Unique Selling Point eines westlichen insbesondere deutschen Wirtschaftsgutes kann gar nicht der Preis sein. Denn diesen Kampf kann der Asiate in seinem Slum und ohne Gewerkschaftsapparat und Umweltschutz wesentlich besser. Bisher lies sich diese absurde und fehlerhafte strategische Denke, welche die "Zollfrei-Apostel" heute noch propagieren, gut kaschieren. Denn auch dem westlichen Unternehmen stand die asiatische Werkbank zur Verfügung.

Doch diese dreckschleudernde Werkbank ist am Wegbrechen, wird abgestellt, und gerade Dank Donald Trump auch rasant. Demnach wird eine Verteuerung ganz automatisch Einzug halten. Nur hat der Endkunde über die letzten Jahre gelernt, wenn ich denn schon mehr bezahlen muss, dann muss die Qualität eben eine ganz andere sein. Nämlich wesentlich besser als das, was im asiatischen Kulturraum schon als Non-Plus-Ultra angesehen wird. Premiumfirmen und deren Produkte gibt es auch heute - sie sind eben nicht umsonst premium.

Das Problem wird genau da entstehen, wo man verlernt hat, wie Qualität geht, welche Vorraussetzungen Qualitätproduktion bedarf, weil man nur noch befähigt ist, über einen eh nicht zu gewinnenden Preiskampf zu argumentieren.

 

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Donald Trump – Der fähigste Zentralbanker der Welt | Podcast 20-2019

Der Titel mag wie eine steile These, gar kühne populistische Behauptung klingen. Die nüchterne Betrachtung der Ereignisse in der letzten Woche, in Bezug zu den Verrenkungen der übrigen Zentralbanken der letzten 2 Monate offenbart: Der Titel hat ein richtig solides Fundament.

Während man anderswo die sinn- und nutzlosen Notfallkapitel aus den Handbüchern des Monetarismus wälzt, wo allein das drin Blättern mehr Schaden als Nutzen verursacht, gibt es einen, der mittels einer 120 Zeichen Kurznachricht den Hurrican zu bändigen versteht.

 

Da möge die allgemeine Presse heute gerne von Krise und Chaosaktionen etwas zusammenschmieren. Es schießt wie immer hart am Kern der Faktenlage vorbei. Im heutigen gesellschaftlichen Zustand ist es auch kein Wunder, dass solch abtrünnige Lesarten gereicht werden. Denn offenbar war das Maß der Unwissenheit und der intellektuellen Faulheit nie größer als heute. Die Blüte von Widersprüchlichem und geistigem Stuß sollten als Beleg auslangen. Beispiele gefällig?

  • Man verteufelt die Gier nach schnellem Geld und Reichtum ohne Arbeit, erachtet aber das bedingungslose Grundeinkommen als Weg in eine segensreiche Zukunft.
  • Man entsendet "klimaneutral" einen falschen Propheten über den Atlantik und löst damit 100fache Flugbuchungen aus (6 köpfige Empfangscrew + Phalanx der Journaille).
  • Man glaubt, ein überwachter und selbstmordgefährderter pädophiler Milliadär und Ex-Präsidenten Zulieferer könnte sich mittels Papierbettlaken und auf Füßen stehend an seinem Bett in einer suizidsicheren Zelle erhängen.
  • Man behauptet im ZDF, der mitteldeutsche AFD-Wähler würde deshalb von Lügenpresse sprechen, weil er den Aussagen der "Aktuellen Kamera" und vom "Schwarzen Kanal" heute immer noch Glauben schenkt.

Anmerkung: Und für solchen verbreiteten Unsinn bekommen die Gehirnspasten des öffentlichen Rindfunks auch noch unser Geld?

 

Zum Glück greift der Trost, dass diese gesellschaftliche Episode ihrem Ende entgegen rennt. Und die Aktionen des fähigsten Zentralbankers in der letzten Woche sind nicht mehr, als eine Wegmarke hin zu dem unweigerlichen Zieleinlauf.

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Die Schlinge feste zu | Podcast 19-2019

Ob Billy Boys Minderjährigenlieferant Jeffrey Epstein per Schlinge vom Diesseits ins Jenseits befördert wurde, ist noch unklar. Sicher ist nur eines, statt die Vermutung über einen Selbstmord zu reichen, hätte man auch den plötzlichen Tod durch Altersschwäche verkünden können. Es wäre genauso stimmig, logisch und glaubhaft.

Hingegen steht nur eines fest: Durch das Ableben des "Lolita-Express" Betreibers erhält der Clinton Body Count einen weiteren Zähler. Was dann wiederum logisch und glaubhaft ist.

 

Soweit eine erste Randnotiz. Die Schlinge von der im Titel die Rede ist, betrifft natürlich unser aller EU-Konstrukt nebst integrierter Zentralbank.

Der BREXIT kennt jetzt einen Termin und wie dargelegt, wird eben Johnson diesen liefern. Theresa May hat - auch wie dargelegt, eben das geliefert, was sie liefern sollte und der BREXIT gehörte aus bestimmbaren Gründen nicht dazu. Dazu verfasert sich die EZB in erwartungsvoller Stimmungsmache kommender Zinsabwärts-Spiralen. Obgleich ihre hauseigene Studie aus dem August 2018 vor einem weiter tiefer ausdrücklich warnt, sogar ausschließt.

Man steht mal wieder mit dem nackten Arsch an der Wand, wie schon so oft. Nur sind die Rahmenbedingungen 2019 eben ganz anders und auch nicht zufällig herbei geführt worden.

Wie passend, dass sich das Frame-ing in der ARD bzgl. EU und BREXIT beginnt zu ändern. Oder hätten sie vor ein paar Wochen geglaubt, dass man sich im öffentlichen Rindfunk tatsächlich über die EU lustig macht und mehr BREXIT fordert?

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Federal Reserve – Kickstart

Die Federal Reserve ist offenbar vom Wahnsinn befallen. Wirtschaftswachstum und Beschäftigungssituation so gut wie lange nicht mehr, und selbst den Ausblick hält die US-Notenbank für solide. Dennoch senkt sie das offizielle Zinsband um 0,25%. Es ist aber nicht die einzige Maßnahme, welche die Federal Reserve heute beschlossen hat. Und selbstverständlich muss man die Entscheidung dann auch im Zusammenspiel aller gesetzten Bausteine betrachten, sonst verfängt man sich in dem niveaulosen Geschwafel von: "Powell hat Trump nachgegeben".

Weiterhin kann man am heutigen Tage erneut etwas ganz grundlegendes und allgemeingültiges beobachten. Nämlich das, was kursbestimmendes Handeln und Trends antreibt. Womit wir schon bei der ersten Folge der heutigen Zinsentscheidung wären, denn logischer Weise musste der SP500 wegen der Absenkung einen Senkrechtstart nach unten hin legen. Bin mal gespannt, wie das ihnen die "Powell gibt Trump klein bei - Fanatiker" erklären.

 

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Federal Reserve + In eigener Sache

Passend zum morgigen Termin der Federal Reserve werden folgende Datensätze gereicht.

 

1. Das Verbrauchervertrauen in den USA springt im Monat Juli "überraschend" nach oben. Die aktuelle Bewertung klettert auf 170,9 Punkte zu vermeldeten 164,3 im Vormonat. Auch die zukünftig Erwartung zieht an, 112,2 zu 97,6.

2. Die Pending Home Sales legen einen 2 Monat in Folge besser als erwartete Daten auf den Tisch. Erwartet war ein Anstieg von 0,5% zum Vormonat, 2,8% sind es geworden.

 

Das klingt jetzt natürlich alles sehr rezessiv, nicht wahr?

 

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